Eine etwas bodenständige Jacke. Sie reicht bis zur Hüfte und besteht meist aus gewalkter Schafwolle. Teils gibt es sie aber auch in gestrickter Form. Ein Janker ist rustikal gearbeitet und oft an den Kanten farbig abgesetzt. Knöpfe aus Horn geben ihm etwas Bäuerliches. Sein Einsatzgebiet ist die Trachtenmode, aber auch der gepflegte Landhaus-Stil. Auch Jäger und Wanderer setzen oft auf die nicht nur formschöne, sondern auch praktische Jacke. Für den gewalkten Stoff wird reine Schafwolle mit Lauge gekocht. Dabei verfilzt sie und ergibt einen sehr schweren und robusten, dabei fast wasserdichten, Stoff. In Alpenregionen ist der Trachtenanzug als traditionelle Bekleidung meist auch für förmlichste Anlässe angemessen. Zumindest im ländlich-volkstümlichen Bereich ist er dem klassischen schwarzen Anzug absolut gleichgestellt. Sonst sollten Sie sich bei festlichen Anlässen mit Trachtenjankern hingegen eher zurückhalten. Es sei denn, sie kommen aus dem bayrischen Raum und wollen so ihr kulturelles Erbe betonen.
In der Freizeitgarderobe hat die klassische Jacke hingegen absolut ihren Platz. Die Trageeigenschaften können in fast jeder Beziehung mit moderner Funktionsbekleidung mithalten. Eleganter wird so ein Janker, wenn Sie ihn mit einem passenden Einstecktuch kombinieren. Zu dem eher groben Material bieten sich Einstecktücher aus feiner, bunt bedruckter Seide an, um einen Kontrast zu setzen. Auch ohne Krawatte bekommen Sie so ein stadttaugliches Outfit zusammen.