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Smoking

Während in den letzten Jahrzehnten unglücklicherweise ein Trend eingesetzt hatte, Kleidung immer (nach-)lässiger werden zu lassen, ist die klassische Garderobe inzwischen wieder auf dem Vormarsch. Denn gerade nun, wo es in der Freizeitgarderobe praktisch keine Regeln mehr gibt, entdecken die Menschen wieder die Lust daran, sich in Schale zu werfen.

Eines jener Kleidungsstücke, die davon profitieren, ist der Smoking. Dabei hat er seine Ursache in gerade jenem Hang zur Bequemlichkeit. Die Idee seiner Entstehung war, ein Kleidungsstück zu schaffen, das bequemer als der Frack war, ohne wesentlich weniger förmlich zu wirken. Als Abendgarderobe darf der Smoking, wie auch der Frack, kein Tageslicht sehen.

Der Smoking ist üblicherweise schwarz und besteht aus einem Jackett und einer Hose nebst entsprechendem Zubehör. Meist ist er einreihig, aber auch zweireihige Smokings kommen vor. Auch dunkelblau geht in Ordnung, denn ein nachtblauer Smoking wird unter Kunstlicht schwärzer als schwarz aussehen. Der Kragen ist klassischerweise ein Schalkragen, aber auch ein Spitzrevers ist möglich. Abgesetzt ist er in Seide oder Satin. Die Hose hat an der Seitennaht einen Galonstreifen. Dazu gehört ein Hemd. Während Stilpuristen darauf beharren, das richtige Hemd sei ein weißes oder ecrufarbenes Hemd mit Umschlagkragen und gefältelter Brust, sieht man heutzutage üblicherweise den Kläppchenkragen, der einst dem Frack vorbehalten war. Die Falten- oder Rüschenbrust, die in den 70'er Jahren so beliebt war, ist heute fast vollständig verschwunden. Aber wählen Sie in jedem Fall ein Exemplar mit Doppelmanschette und Manschettenknöpfen.

Smoking

Zum Smoking wird klassischerweise eine schwarze Fliege getragen. Inzwischen sieht man aber auch immer mehr die schwarze, schmale Krawatte zum Smoking.

Dazu kommt ein schwarzer Kummerbund. Der wird übrigens immer mit den Falten nach oben getragen. An Stelle des Kummerbundes kann auch eine Smokingweste getragen werden. Diese hat als Besonderheit einen kleinen eigenen Kragen.

Ist die Smokingjacke zweireihig, erübrigen sich Kummerbund und Weste. Ein Zweireiher wird auch im Sitzen nicht geöffnet und endet zudem meist am Revers etwas höher. Insofern würde die Accessoires ohnehin niemand zur Kenntnis nehmen.

Dazu gehört ein Einstecktuch. Klassischerweise eines aus weißer Seide. Aber wie bei Kummerbund und Fliege haben sich auch hier die Konventionen etwas gelockert. Und so ist auch bei der Fliege inzwischen Weinrot sehr beliebt. Wenn Sie zu einer Farbe greifen, sollten Kummerbund und Einstecktuch im gleichen Farbton gehalten sein. Lediglich bei schwarzer fliege und ebensolchem Kummerbund können Sie es mit einer kontrastfarbenen Pochette versuchen - leuchtendes Rot ist hier ein absoluter Blickfang. Übrigens, auch wenn der Name anderes vermuten lässt: mit dem klassisch englischen "Smoking Jacket" hat dieser Abendanzug nicht viel zu tun. Das ist eine Art Samtjacke mit Schalkragen, wie ihn der englische Gentleman anstelle seines Jacketts anlegte, wenn er sich auf eine Zigarre in den Rauchsalon begab. Schließlich sollte seine Tischdame hinterher nicht durch verqualmte Kleidung belästigt werden. Heute findet man diese Jacke vor allem in ländlichen Raum auf gesellschaftlichen Veranstaltungen.

Posted in: Mode-Lexikon S