Die klassische Herren-Fliege. Ihr Vorläufer, die Lavallière, soll am Hof von Louis XIV. entstanden sein. Im Büro ist das gute Stück inzwischen selten zu sehen. In der Abendgarderobe hingegen hat die Fliege ihren festen Platz. Dort ist sie dann aus einfarbiger Seide, zum Smoking klassischerweise schwarz. Inzwischen sind aber auch andere Farben kein Fauxpas mehr. Hauptsache, sie kombinieren Fliege, Einstecktuch und Kummerbund passend. Beliebt sind etwa Weinrot und Meergrün.
Manche Anbieter haben sich angewöhnt, fertig gebundene und vernähte Fliegen als "Fliege" und solche zum Selbstbinden als "Schleife" zu titulieren. Das ist so nicht ganz richtig. Fliege und Schleife sind das selbe Kleidungsstück.
Eine selbst gebundene Schleife wirkt natürlich viel eleganter als eine vorgebundene. Und sie zu binden, ist gar nicht so schwer. Allerdings sollte man auf ein paar Details achten. So sollte eine Fliege in gebundenem Zustand nie breiter sein als das Gesicht, aber mindestens bis zu den Augen reichen. Und: auch wenn Heinz Rühmann oder Le Corbusier mit lässig auf Halbmast gebundenen Fliegen noch ein wenig Stil hatten, bleiben Sie lieber beim Klassischen. Eine Fliege sollte, wie es einmal ein unbekannter Autor so bezeichnend ausdrückte, so gebunden sein, dass Sie jederzeit empört den Verdacht von sich weisen könnten, diese Fliege sei selbstgebunden.