Der meist festlichste Tag im Leben. Natürlich sollte dann auch die Garderobe dazu passen. Die förmlichste Variante ist hier natürlich der klassische Cutaway. Mit einer Nelke im Knopfloch und einem silbergrauen Plastron sind Sie in jedem Fall perfekt gerüstet. Beleibt ist auch, die Blume im Knopfloch farblich mit Kleid oder Strauß der Braut abzustimmen, und dies dann auch gleich für alle Hochzeitsgäste. Anders als im englischsprachigen Raum ist diese edle Garderobe hier aber leider nur noch selten anzutreffen. Wichtig: Ein grauer Cutaway zur Hochzeit geht nur in Ordnung, wenn Sie der Bräutigam sind. Höchstens vielleicht noch der Brautvater.
Ist Ihnen der Cutaway zu formell, tut es vielleicht auch der Stresemann. Der unterscheidet sich vom Cut eigentlich nur durch die Jacke. Es handelt sich mehr oder weniger um eine Kreuzung aus Jackett und Gehrock. Diese auch als "Bonner Anzug" bezeichnete Form war eine Zeit lang der Standard auf politischem Parkett, immer dann, wenn das Protokoll nicht ausdrücklich den Cutaway vorsah.
Inzwischen sieht man auch häufig schlichte Anzüge. Die haben natürlich den Vorteil, dass man sie nach dem großen Tag weiterhin tragen kann. Aber ein wenig festlicher soll es doch eigentlich schon sein, oder? Reich verzierte Hochzeitswesten und Plastrons, teilweise auch Fliegen, bringen etwas Abwechslung ins Outfit. Nun noch das richtige Einstecktuch, und schon kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.
Eine relativ neue Ergänzung der Herrengarderobe sind "Hochzeitsanzüge". Dabei handelt es sich im Prinzip um einen Anzug mit einer überlangen Jacke im Gehrock-Stil. Beliebte Farben sind Grau, Créme oder Mokka.
Sind Sie als Gast auf eine Hochzeit eingeladen, sollten Sie nicht festlicher erscheinen als der Bräutigam. Zudem gilt der schwarze Anzug als unangemessen. Schließlich sind Sie ja auf einer freudigen Gelegenheit und nicht auf einer Beerdigung.