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Boutonniere

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Wenn Sie einen Blick auf das Revers Ihres Jacketts werfen, so hat - zumindest bei guten Anzügen - dieses zumeist ein Knopfloch. Wozu, könnte man sich fragen. Immerhin ist dort doch weit und breit kein Knopf in Sicht. Nun, einerseits ist dieses Knopfloch wirklich ein Relikt aus jenen Tagen, als man das Jackett noch zuknöpfte, um sich in der Kutsche vor dem kalten Wind zu schützen. Andererseits erfüllt es aber durchaus einen Zweck - und zwar einen sehr eleganten, wenn auch ein wenig in Vergessenheit geratenen. Noch vor wenigen Jahrzehnten wäre ein echter Gentleman niemals aus dem Haus gegangen, ohne sich das Knopfloch mit einer Blume zu schmücken. Heute sieht man diese Variante leider fast nur noch, wenn auf Hochzeiten klassischerweise der Cutaway getragen wird. Auch auf festlichen Bällen ist gelegentlich die Boutonniere noch zu sehen.

Boutonniere

Die klassische Varinate ist eine kleine weiße Nelke. Sie wirkt zu jedem dunklen Anzug sehr elegant. Gerade jetzt im Frühling kann man auch gerne ein wenig mehr Farbe riskieren, vielleicht mit einer kleinen violetten Aster.

Übrigens: dass man, wenn man Boutonniere trägt, auf ein Einstecktuch verzichten müsse, gehört ins Reich der Legende. Man muss lediglich Blume und Tuch aufeinander abstimmen.

Veröffentlicht in: Mode-Lexikon B

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