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Locker, aber elegant

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Stil auch bei Freizeitgarderobe

Im dunklen Anzug ins Büro, im Trainingshose und Kapuzenjacke vor dem Fernseher. Für den Einkaufsbummel oder den Wochenendausflug werden dann schnell Jeans und ein Shirt hervorgekramt. Kann man machen. Wird auch ohne Probleme so funktionieren. Aber es ist immer ein wenig langweilig. Wer auf der Arbeit keinem Anzugzwang unterliegt, hat es hier noch ein wenig schwerer. Er muss ein Outfit finden, das professionell und trotzdem nicht zugeknöpft wirkt. Vor ein paar Jahren waren Khakis mit weißem Hemd die ach so lockere Business-Uniform, inzwischen sind a deren Stelle Jeans mit weißem Hemd und grauer Anzugjacke getreten. Glauben Sie nicht? Dann sehen Sie sich mal in einem beliebigen Bürohochhaus um.

Auch da wird das Outfit funktionieren. Das tun Jeans mit einem Sweatshirt auch. Aber es fehlt der Pfiff, das kleine Extra. Stilikone Carson Kressley würde es „a little Tszuj“ nennen: die kleine Stilkorrektur, die aus einem normalen ein hervorstechendes Outfit macht. Beim Anzug geben wir uns Mühe, ihn mit dem richtigen Einstecktuch und der richtigen Krawatte zu kombinieren, die Manschettenknöpfe auf die Gürtelschnalle abzustimmen und so weiter. Leider machen wir uns diese Arbeit bei Freizeitgarderobe selten. Und doch: ein paar kleine Korrekturen reichen, um nicht mehr auszusehen, als habe man nichts zum Anziehen gefunden. Und das schöne daran: Man braucht gar nicht mal so viele zusätzliche Kleidungsstücke dafür.

Eine großartige Methode ist es, immer ein wenig edles mit ein wenig lockerem zu mischen. Was? Ist das nicht genau das, wovor klassische Stilgurus immer warnen? Formelle und lockere Kleidung, die einfach nicht zusammen passen? Doch, tun sie oft genug. Aber hier geht es eher um ein wenig Luxus. Stone-Washed-Jeans? Gerne. Und warum nicht mit dem Kaschmir-Sweater oder dem leichten Sakko? Jedes lockere Freizeitoutfit braucht einen etwas spannenden Akzent. Schon mal ein Einstecktuch zur Lederjacke getragen? Nein? Versuchen Sie es mal.

Auch eine wirklich gute Armbanduhr oder eine edle Sonnenbrille steigern Ihre Optik ganz extrem. Wer mutig ist, kann auch zu einem dezenten Armband oder einer Kette greifen. Aber schlicht sollte es sein. Und: keine Muschelketten. Natürlich sehen die einfach cool aus. Aber nur am Strand, wenn Sie sonnengebräunt und durchtrainiert sind und gerade auf einem Surfbrett stehen.

Wenn Sie in einem Raum kommen, und das erste, was jemand an Ihnen kommentiert, sind Ihre Manschettenknöpfe oder Ihr Lederhalsband, dann haben Sie es übertrieben. Weg damit.

Locker heißt nicht, dass Kleidung nicht sitzen darf, ganz im Gegenteil. Dass übermäßig weite Kleidung bequemer sei als gut sitzende, gehört ins Reich der Legende. Also, nehmen Sie auch Ihre Freizeitkleidung eben nicht eine Nummer größer, auch wenn viele Menschen das tun. Aber wollen Sie sich wirklich mit rutschender Hose, und flatterndem T-Shirt herumschlagen, nur weil Sie besonders lässig wirken wollen? Unter gut sitzenden Kleidungsstücken sollte man erahnen können, was darunter steckt.

Und bitte, bitte bitte – verkleiden Sie sich nicht! Da denkt sich mancher, er sei es sich schuldig, mit braunen Loafern und gelben Polo herumzulaufen. Kann gut aussehen. Aber nicht, wenn Sie einfach eher der Typ für Jeans und T-Shirt sind. Greifen Sie lieber zu einem leichten Hemd, wenn Ihnen das Shirt zu lässig ist. Uneingeschränkt gilt: alles, worin Sie sich vermutlich nicht wohlfühlen werden, ist nichts für Sie.

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Veröffentlicht in: Mode-Blog

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