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Cutaway
Der Cutaway oder Cutaway Coat ist streng genommen eigentlich ein Gehrock, bei dem vorne die Schöße abgeschnitten wurden. Das hatte ursprünglich praktische Gründe: beim Reiten bauschte sich sonst vorne der Stoff auf.
Während Frack und Smoking die festlichsten Kleidungsstücke für den Abend sind, übernimmt der Cutaway diese Aufgabe am Tage. Leider sind die formellen Anlässe, zu denen man im Cutaway auflaufen kann, nicht mehr allzu häufig. Flächendeckend ist der Cut fast nur noch auf königlichen Hochzeiten und beim berühmten Pferderennen in Ascot zu sehen. Aber elegant sieht dieses Kleidungsstück immer noch aus.
Der Cutaway besteht aus einer Jacke in charakteristischem Schnitt, üblicherweise in Schwarz. Auch graue oder anthrazitfarbene Exemplare gibt es. Sollten Sie ihn allerdings auf einer Hochzeit tragen, ist Grau dem Bräutigam vorbehalten.
Die Hose ist nicht in der Farbe der Jacke gehalten, sondern grau und fein gestreift. Sie hat keine Aufschläge. Dazu trägt man eine Weste. Diese ist zumeist grau, im englischsprachigen Raum teils auch "buff", was ein helles Orange-Beige ist. Das ist zwar theoretisch die traditionellere Variante, sieht aber immer ein wenig künstlich aus. Dazu noch eine silbergraue Krawatte (Es darf auch ein Plastron sein) und ein weißes Einstecktuch. Wirklich komplett wird der Cutaway durch eine weiße Nelke im Knopfloch.
Im Freien wird das Outfit durch einen grauen Zylinder vervollständigt. Gehen Sie zu einer Beerdigung, ist der Zylinder schwarz. Die Krawatte natürlich auch. Doch derartig formale Beerdigungen sind inzwischen mehr oder weniger auf gekrönte Häupter beschränkt.
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